Jahrestagung 2017 – Programm

Donnerstag, 23. November 2017

13:30 – 14:00 Eintreffen und Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
14:00 – 15:00 Keynote Lecture

Cristian Vaccari (Royal Holloway University of London): Online disinformation in context: Media, Institutions and Platforms

15:00 – 16:30 Panel 1: Fake News, Bots und Echokammern

Stephanie Geise, Maria Hänelt, Felix Flemming (alle Westfälische Wilhelms-Universität Münster): Why do We Fall for Fake News?

Florian Muhle (Universität Bielefeld): Socialbots im (U.S.)-Wahlkampf. Einsichten, Ansätze und Verkürzungen bisheriger Forschung

Norbert Kersting, Max Mehl (Westfälische Wilhelms-Universität Münster): Echokammern im deutschen Bundestagswahlkampf

16:30 – 16:50 Kaffeepause
16:50 – 18:20 Panel 2: Social-Media-Nutzung durch Parteien

Mario Datts, Katharina Gerl (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf): Soziale Medien und das Gefühl der Kommunikationsautonomie: eine empirische Analyse der Nutzung sozialer Medien durch Parteien während des Bundestagswahlkampfes 2017

Andreas Jungherr (Universität Konstanz): Die Funktion datengestützter Verfahren in deutschen Wahlkämpfen: Zwischen Stimmgewinn und Rhetorik

Jasmin Fitzpatrick (Johannes-Gutenberg-Universität Mainz): Zwitschern für Stimmen – Der Einsatz von Twitter im Wahlkampf 2017

18:20 – 19:00 Pause und Transfer zum Jahrhunderthaus Bochum
19:00 – 20:30 Podiumsdiskussion: Online-Wahlkampf 2017: Fake News, Bots und Propaganda?
ab 21:00 Gemeinsames Abendessen im Restaurant Livingroom

 

Freitag, 24. November 2017

9:00 – 10:45 Panel 3: Populismus, Framing und Diskursverhalten

Philipp Hocks (Westfälische Wilhelms-Universität Münster): Ethnisches Framing im Online-Wahlkampf Kenia 2017

Michael Oswald (Universität Passau): Die richtige Strategie: Wie Social Media eine Wahl entscheiden kann

Ralph Schroeder (Oxford Internet Institute), Sebastian Stier (GESIS Köln): What do the ‚the people‘ say? An integrated approach to analyse populist communication by politicians and their audiences on social media

Wolf. J. Schünemann (Universität Hildesheim), Christopher Schmitz (Universität Göttingen): Der Einfluss sozialer Medien auf die politische Diskursqualität im deutschen Bundestagswahlkampf

10:45 – 11:15 Kaffeepause
11:15 – 12:00 Zum weiteren Vorgehen

Norbert Kersting, Wolf J. Schünemann

12:00 – 13:00 Mittagessen
13:00 – 14:00 Keynote Lecture

Ralph Schroeder (Oxford Internet Institute): Big Data: Shaping Knowledge, Shaping Everyday Life

Wahlkampf-Online 2017: Fake News, Bots und Propaganda? – Update: Nun mit Programm

2. Tagung der DVPW-Themengruppe „Internet und Politik“ am 23. und 24. November am Center for Advanced Internet Studies (CAIS) in Bochum Das ‚Superwahljahr 2017‘ mit nationalen Wahlen in mehreren europäischen Staaten (Niederlande, Frankreich, Deutschland) und einer Reihe von Landtagswahlen (Nordrhein-Westfalen, Saarland, Schleswig-Holstein) in Deutschland ist ein auch für die politikwissenschaftliche Internetforschung besonderes Jahr. Zum Ersten ist noch stärker als in der Vergangenheit damit zu rechnen, dass Internetentwicklung und Digitalisierung das Wahlkampfgeschehen prägen werden. Politische Parteien und andere Wahlkampfakteure werden innovative Verfahren der Online-Kommunikation zur Mobilisierung, beim negative campaining oder beim Marketing (micro-targeting etc.) zum Einsatz bringen. Zum Zweiten werden auch die Forscher/-innen in politik- und/oder kommunikationswissenschaftlichen Studien wie nie zuvor auf große, automatisiert erhobene Bestände von Online-Kommunikationsdaten, insbesondere von sozialen Medien (Twitter, Facebook etc.), zurückgreifen und diese in innovativer Weise (Big-Data-Analysen, Computational Social Science etc.) analysieren. Welches Potential bieten die Daten und wie werden sie mit analogen Wahlforschungsverfahren verknüpft? Zum Dritten wird zunehmend die Qualität politischer Online-Kommunikation und die politische Wahlkampfdebatte bemängelt. Entsprechende Sorgen sind gerade seit den politischen Ereignissen des Vorjahres (US-Präsidentschaftswahl, Brexit-Referendum) zunehmend hervorgetreten. Sie werden unter den Schlagwörtern Fake News, Social Bots, ausländische Propaganda und anderen vorgetragen und mit politischen Forderungen nach regulatorischen Eingriffen in die Online-Kommunikation verbunden. Mit ihrer zweiten Tagung möchte die Themengruppe „Internet und Politik“ der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft die genannten Entwicklungen aufnehmen und bereits frühzeitig am Ende des besonderen Wahljahrs ein wissenschaftliches Forum bieten, um das methodische Vorgehen und erste Ergebnisse empirischer Studien vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren (Panel 1 und 2). Zudem soll auch Raum für theoretische Arbeiten und Diskussionen zu den Chancen und Risiken der Online-Kommunikation für die demokratische Entwicklung geboten werden (Panel 3). Die Beiträge können zum Beispiel die folgenden Fragen behandeln:

  • Welche (neuen) Verfahren des E-Campaigning (negative campaigning, micro-targeting) lassen sich beobachten? Wie werden sie mit analogen Verfahren verknüpft?
  • Wie variieren Einsatz und Wirkung im Länder- und Mehrebenenvergleich? Wie variiert dies bei unterschiedlichen Wahlkampfakteuren und Zielgruppen?
  • Welche Auswirkungen hat die Online-Kommunikation, haben insbesondere soziale Medien auf den Wahlkampf und auf die demokratische Debatte?
  • Welche Qualität haben Wahlkampfdiskurse im Netz? Zeigen sich Unterschiede zwischen den Ländern und auf verschiedenen politischen Ebenen?
  • Lässt sich eine Fragmentierung politischer Öffentlichkeiten im Wahlkampf beobachten (Stichwort: Echo chambers)? Wie reagieren Parteien? Wählen die Parteien Strategien um diese aufzubrechen?
  • Wie reagieren Regierungsvertreter und Parteien auf die Sorgen vor Propaganda, Manipulation und Falschinformationen?
  • Welche Rolle spielen Social Bots für die Wahlkampfkommunikation?

Zur Einreichung von Beiträgen aufgefordert sind Vertreter/-innen der Politikwissenschaft, aber auch der Kommunikationswissenschaft und anderer benachbarter Disziplinen. Die Beiträge der Tagung sollen in einem anschließenden Prozess gezielt überarbeitet und in einem Sammelband in einer neuen Buchreihe der Themengruppe zusammengeführt werden. Die Tagung der Themengruppe findet an dem im Frühjahr 2017 neu gegründeten Center for Advanced Internet Studies (CAIS) in Bochum statt. Aufgrund der großzügigen Förderung durch das CAIS können aktive Teilnehmern/-innen für Anreise und Unterkunft finanziell unterstützt werden. Beitragsvorschläge von max. 500 Wörtern sind bis 31. Juli 2017 (verlängerte Einreichungsfrist) zu senden an: norbert.kersting@uni-muenster.de und wolf.schuenemann@uni-hildesheim.de. Die Sprecher/-innen der Themengruppe „Internet und Politik“ Das Programm zur Tagung finden Sie hier.

Das Programm für die erste Tagung der Themengruppe steht

Im Vorfeld zur Drei-Länder-Tagung in Heidelberg, die Ende des Monats stattfinden wird, werden wir vom 28. bis zum 29. September die erste Tagung der Themengruppe, einen Pre-Conference-Workshop mit drei Panels zu den Themen E-Democracy und E-Participation, Methoden politikwissenschaftlicher Internetforschung sowie Internet Governance, ausrichten. Das detaillierte Programm findet sich hier. Ein Höhepunkt wird die Keynote Lecture von Prof. W. Lance Bennett (University of Washington) sein: „The Democratic Interface: Connective Parties and Citizen Engagement“. Der Vortrag wird vom Field of Focus 4: Self-Regulation and Regulation der Universität Heidelberg finanziell unterstützt. Der Eintritt ist für alle interessierten Hörerinnen und Hörer frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Diejenigen, die an einer Teilnahme am Workshop interessiert sind, bitten wir um vorherige Anmeldung unter netzpolitik@ipw.uni-heidelberg.de.

CfP: 1. Tagung der Themengruppe Internet und Politik – Elektronische Governance

Universität Heidelberg, 28. und 29. September 2016

Nach dem Gründungstreffen im Rahmen des DVPW-Kongresses 2015 in Duisburg plant die neue Themengruppe Internet und Politik – Elektronische Governance für 2016 ihre erste Tagung. Sie wird in Form eines Pre-Conference Workshops zur Drei-Länder-Tagung der DVPW, ÖGPW und SVPW am 28./29. September 2016 in Heidelberg stattfinden.

Die neue Themengruppe soll dazu beitragen, einen Überblick über die deutsche Forschung zum Themenkomplex Internet und Politik zu erhalten sowie die zukünftige Arbeit (Veröffentlichungen, Forschung, etc.) besser miteinander zu vernetzen und stärker in nationalen und internationalen Austausch zu treten. Insbesondere die Verknüpfung der deutschen ForscherInnen mit KollegInnen aus den internationalen Schwesterorganisationen im Bereich Internet und Politik, z.B. bei der ECPR und IPSA, soll deutlich verbessert werden. Dabei soll sie ein breites Spektrum von Themen, z.B. Digitale Spaltung, Social media, Big data, Datensicherheit, Cyber & Human Rights, Digital Humanities, Verbraucherschutzforschung, Netzregulierung, Online-Deliberation, E-Administration, e-policies, Online-Partizipation etc., abdecken. Interessierte können den Newsletter der Themengruppe unter: https://listserv.uni-muenster.de/mailman/listinfo/internet-politik abonnieren. Mitglieder bitten wir darum, den Mitgliederfragebogen unter: http://ivv7lime.uni-muenster.de/index.php/149973/lang-de auszufüllen.

Die TeilnehmerInnen des Gründungstreffens sind übereingekommen, dieses breite Spektrum an Themen auch auf der ersten Tagung abzudecken. Deshalb sind im Programmablauf sowohl ein methodisches Querschnittspanel als auch zwei thematisch auf Teilbereiche fokussierte Panels (E-Participation und Internet Governance) vorgesehen. Zudem wird im Rahmen des Workshops ein Gastvortrag von Herrn Prof. Dr. W. Lance Bennett (University of Washington) stattfinden.

Abstracts (max. 500 Wörter) für Beiträge zu allen Panels können bis zum 29.4.2016 (verlängerte Einreichungsfrist) an
netzpolitik@ipw.uni-heidelberg.de; uri@uni-muenster.de gesendet werden. Read More